Eine Woche Elbe Valley: Besuch der lettischen LAG Sēlija
Eine Woche lang war eine zwölfköpfige Delegation der Lauku partnerība Sēlija aus Lettland im Elbe Valley zu Gast – eine Erasmus+ Studienwoche über Regionalentwicklung von unten, Ehrenamt und soziale Innovationen. Stationen waren Stendal, Wittenberge und Grabow.
Auftakt in Stendal
Getroffen haben wir uns im Daily am Dom, das selbst ein schönes Beispiel dafür ist, wie neue Orte in alten Innenstädten entstehen. Dort ging es um die Arbeit der Elbe Valley Agentur, um das WIR!-Bündnis und um die Frage, wie Förderinstrumente wie LEADER Regionalentwicklung von unten überhaupt möglich machen.
Spannend dabei: In Lettland arbeiten unsere Gäste mit denselben Instrumenten – und doch ganz anders. Genau dieser Vergleich macht solche Begegnungen wertvoll.
Ein besonderer Dank geht an Marion Mohr von der Freiwilligenagentur Altmark, die eindrucksvoll gezeigt hat, was Engagement und Ehrenamt in unserer Region tragen. Unsere Gäste waren so begeistert, dass sie spontan eine Spende übergeben haben.
Ein dichter Tag in Wittenberge
Bei Marthas Tisch erzählte Anette die Geschichte ihrer Familie und dieses besonderen Ortes – ein Auftakt, der unter die Haut ging. Danach führte Christian Soult von den elblandwerker* die Gruppe auf den Spuren des Summer of Pioneers durch die Stadt und zeigte, woran die Community heute arbeitet: kontinuierliches Probewohnen, die Genossenschaftskneipe im Kranhaus, das Community-Büro für Coworking.
Am Nachmittag stellten die Präsenzstelle Prignitz und das Projekt InNoWest vor, wie Hochschulen in der Region präsent sind und welche Wege sie gemeinsam mit ihr entwickeln. Den Abschluss machte der Stadtsalon Safari, wo Tina Vogel von der Geschichte des Vereins, seinen Aktivitäten und Strukturen berichtete.
Weiter nach Grabow
Auf dem weiteren Programm standen neue Bewohnerinnen und Bewohner für Kleinstädte, sozialökologische Transformation – und viel Praxis vor Ort.
Was bleibt
Ländliche Räume in Europa stehen vor ähnlichen Fragen. Umso schöner, wenn wir voneinander lernen. Wir danken allen, die unseren Gästen ihre Türen geöffnet haben.
