Teilnehmende der Zukunftswerkstatt an einer langen Kaffeetafel im Saal

Neun Ideen – und Menschen, die dranbleiben

Bürgerbeteiligung endet nicht mit der letzten Moderationskarte. Eigentlich fängt sie dort erst an.

In Groß Bengerstorf haben wir mit 26 Menschen aus dem Ort und der Umgebung die erste Zukunftswerkstatt im Schaaletal durchgeführt. Drei Stunden lang wurde diskutiert, zugehört, gesammelt und gemeinsam an Ideen gearbeitet – mit Menschen zwischen etwa 16 und 80 Jahren, bei Kaffee und Brezeln drinnen und in kleinen Gruppen auf Picknickdecken draußen.

Am Ende standen neun konkrete Ideen: von einer besseren gesundheitlichen Versorgung und einem Treffpunkt für Beckendorf über ein regionales Wegenetz bis zu Biotopen und weniger Lichtverschmutzung.

Ideen-Patenschaften

Für uns stellt sich vor allem die Frage, was nach dem Termin mit diesen Ideen passiert. Ideen zu sammeln ist das eine – entscheidend ist, ob danach jemand weitermacht. Deshalb gibt es bei den Zukunftswerkstätten Ideen-Patenschaften: Noch während der Veranstaltung fragen wir, wer Lust hat, an einer Idee dranzubleiben, Menschen zusammenzubringen oder einen nächsten Schritt anzustoßen.

Das heißt nicht, dass diese Person anschließend das ganze Projekt umsetzen muss. Wir bringen die Interessierten zusammen, unterstützen bei den ersten Schritten und schauen gemeinsam, was möglich ist. Für mehrere der neun Ideen haben sich bereits Menschen gefunden, die weitermachen möchten.

Was die Rückmeldungen zeigen

  • 100 Prozent empfanden die Atmosphäre als offen und respektvoll.
  • 94 Prozent hatten das Gefühl, dass ihre Meinung gehört wurde.
  • 76 Prozent können sich vorstellen, sich über den Termin hinaus bei einer Idee einzubringen – weitere 24 Prozent antworteten mit „vielleicht“.

Gerade über die letzte Zahl haben wir uns gefreut. Denn jetzt geht die eigentliche Arbeit los: Wer möchte woran weiterarbeiten? Wen braucht es noch dazu? Was lässt sich schnell umsetzen, und welche Ideen brauchen einen längeren Atem?

Ende August ging es in Bennin weiter, der nächste Termin ist am 18. September in Granzin. Danke für die Moderation an Yvonne Vockerodt und Silvia Schlett.

Das Projekt „Zukunftswerkstätten Schaaletal“ wird im Rahmen des MOF4S Engagement Fonds von der Michael Otto Foundation for Sustainability gefördert.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert