Strategieentwicklung 2.0: Forschung und Praxis denken das Elbe Valley weiter
Wie gelingt nachhaltiger Strukturwandel in einer strukturschwachen Region – und welche Strukturen braucht es, damit gute Projekte dauerhaft zusammenwirken? Diesen Fragen widmet sich das Verbundprojekt „Strategieentwicklung 2.0″ im WIR!-Bündnis Elbe Valley, das in Kürze startet – mit der Elbe Valley Agentur als Verbundpartnerin.
Ein Reallabor im Reallabor
Das Vorhaben arbeitet transdisziplinär: Wissenschaft und Praxis definieren gemeinsam die Problemstellung und bearbeiten sie gemeinsam. Das übergeordnete „Reallabor“ ist das Elbe Valley selbst – das Vierländereck der Regionen Stendal, Ludwigslust-Parchim, Prignitz und Lüchow-Dannenberg. Die spezifische Herausforderung im Inneren: Geförderte wie ungeförderte Projekte, die alle auf dasselbe Ziel einzahlen, finden bislang keine ausreichenden Strukturen, um ihre Aktivitäten zu verbinden. Genau diese Vernetzung – und die Rolle der Intermediäre, die sie leisten – steht im Zentrum des Projekts.
Etablierte Intermediäre wie Wirtschaftsförderungen fokussieren meist auf gewinnorientierte Unternehmen mit technischen Innovationen. Im ländlichen Raum entstehen aber vor allem soziale und Nachhaltigkeitsinnovationen, für die diese Logiken oft nicht greifen. Das Projekt untersucht, wie Vernetzung und Vermittlung hier funktionieren können – und leitet daraus Hinweise für die Weiterentwicklung des Elbe Valley, für den Transfer in andere Regionen und für künftige Förderprogramme ab.
Die Partner
Im Verbund arbeiten das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (Verbundkoordination, Forschungsbereich Stadtwandel), die Grüne Werkstatt Wendland als Initiatorin des WIR!-Bündnisses, Kreative MV – der Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern – und die Elbe Valley Agentur gGmbH zusammen. Das Projekt startet voraussichtlich im August 2026; die Laufzeit ist auf 33 Monate bis Ende 2028 angelegt.
Unsere Rolle
Die Elbe Valley Agentur versteht sich im Projekt als Intermediärin und Übersetzerin zwischen traditionellen Organisationen in Wirtschaft und Verwaltung und den neuen, kooperativen Arbeitsformen der Region. Wir entwickeln kokreative Arbeits- und Fortbildungsformate, die den Kompetenzaufbau auf beiden Seiten fördern, und führen die Projektmittelakquise fort: Wir sondieren passende Förderprogramme und unterstützen innovative Vorhaben bei Antragstellung und Durchführung.
Am Ende steht eine gemeinsame Publikation von Wissenschaft und Praxis: konzeptionelle Weiterentwicklungen des Innovationsverständnisses – und praxisnahe Tipps für Akteure vor Ort. Ihr wollt Teil des Netzwerks werden? Sprecht uns an.
